Pastor Ernst Modersohn beschreibt die vier Möglichkeiten einer Ehe: Die erste: Da leben die Eheleute gegeneinander. In solchen Ehen ist immer „dicke Luft“. Da ist ständiger Kampf, da ist die Liebe abhanden gekommen, das Glück zerbrochen. Die zweite Möglichkeit: Hier leben die Eheleute nebeneinander. Das sind die kalten, frostigen Ehen. Da weiß keiner vom andern, was er denkt, was ihn innerlich bewegt, was ihn erfreut. Hier ist man einsam trotz der Ehe. Die dritte Möglichkeit scheint schon viel besser zu sein. Da lebt man miteinander. Man arbeitet miteinander, man verdient das Geld miteinander, man kauft sich Möbel miteinander, man schafft sich miteinander Kinder an. Ist das nicht wunderschön, wenn das äußere Miteinander gut funktioniert? – Und doch ist das noch immer nicht die Idealehe. Dazu gehört viel, viel mehr. Die vierte Möglichkeit: Die Ehen, die füreinander leben, in denen es heißt es: Ich liebe dich, ich helfe dir, ich mache dich glücklich, ich will den untersten Weg gehen, ich will verzichten, ich will vergeben und vergessen. Kurz und gut: In der Verbindung mit Jesus liegt das Geheimnis einer glücklichen Ehe! Warum gehen so viele Ehen in die Brüche? Ist es nicht so: „Wir sind reich geworden. Unsere Häuser und Taschen sind erfüllt von überflüssigen Dingen. Nur unsere Herzen sind leer. Wir haben verlernt, uns an kleinen Dingen des Alltags zu freuen und wissen nicht mehr, wie man versöhnt miteinander lebt als Mann und Frau; wie man einander achtet, nachdem man sich kennt und seinen Kindern Hoffnung

und Zukunft ermöglicht. Unsere Nachkommen hassen uns. Und wir suchen vergeblich die Richtung, in der zwei Menschen einen Weg zueinander finden können.“ (Irmela Hofmann). Echt quergedacht: Wer glücklich werden will, soll nicht heiraten, glücklich machen – da liegt es!

Pastor Klaus Dörrie

Partner fürs Leben

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