Selbstverständnis

Die Gemeinde nennt sich nach einem alttestamentlichen Propheten des 9. Jahrhunderts vor Christus, dessen Name Programm ist: „Mein Gott ist Jahwe“ (ab 1. Kön. 17).

Elia – ein Mann Gottes, der gegen die Eigenmächtigkeit der Fürsten ebenso mutig auftrat wie gegen den Baalskult der Priester. Ein Mann, der als Erster erkannte, dass Israel nicht zwei Herren dienen konnte. Ein Mann, der Hoffnung und Verzweiflung, Gottesnähe und Gottesferne, Lebensmut und Todessehnsucht durchlebte und der auch im Neuen Testament als Vorläufer Johannes d. Täufers seinen Platz als Wegbereiter des Messias hat. Trotz des großen zeitlichen Abstands entdecken wir eine erstaunliche Nähe zu unserem eigenen Leben.

Der Name verpflichtet uns zu Evangelisation und weltweiter Mission als Hauptaufgabe der Ortsgemeinde. „Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt“ (Bill Hybels).  Denn Gemeinden, sind die Räume, in denen das Wort Gottes verkündigt und gehört wird. Hier (und nur hier) wird die entscheidende Wende eines Menschenlebens vom Tod zum Leben erfahren. Hier (und nur hier) werden Menschen durch den Geist des Auferstandenen zum Besseren verändert. Hier (und nur hier) formt sich die neue Gemeinschaft von Menschen, die – wie es Luther unnachahmlich auf den Punkt bringt – „exzentrisch“ leben: Ein Christ lebt nicht in sich selbst, „sondern in Christus und in seinem Nächsten: in Christus durch den Glauben, im Nächsten durch die Liebe. Durch den Glauben fährt er aufwärts zu Gott, von Gott fährt er wieder abwärts durch die Liebe und bleibt doch immer in Gott und der göttlichen Liebe“ (Von der Freiheit eines Christenmenschen“ 1520). Und nun weitet sich unsere Perspektive: Hier, in der Gemeinde sind die heilsamen Kräfte gegeben, die sich auch auf unser Umfeld, Dorf und Stadt, einzelne und Gemeinschaften „transformativ“ auswirken. Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt.

Wir glauben an Jesus Christus, unseren Retter

Er steht als Herr über uns und unserem Tun. Seine Gebote sind Richtschnur und Maßstab für gelingendes Leben.

Wir wollen den Missionsauftrag ernst nehmen, in dem wir Jesus bezeugen und uns von ihm verändern lassen. (Matth. 28, 18-20)

Wir möchten unseren Glauben „mit Herzen, Mund und Händen“ leben.

Wir warten auf Gottes ewiges Reich, in dem seine Verheißungen sichtbar und endgültig wahr werden.

Ziele

1. Gottes Liebe weitergeben

Wir leben aus der Liebe Gottes, die uns in Jesus begegnet ist. Sie rettet, heilt, leitet und tröstet. Wir wissen, dass ohne sie unsere Arbeit vergeblich ist.

Weil Gott uns so beschenkt hat, darum wollen wir auch Zeit und Kraft einsetzen, um seine Liebe allen Menschen in Wort und Tat weiterzugeben. (1. Joh.4,19) Auch unsere Beziehung zu Kirchendistanzierten soll davon geprägt sein.

Die Weitergabe der Liebe beginnt innerhalb der Gemeinde. Herzlichkeit im Umgang miteinander soll uns abzuspüren sein.

Jeder Einzelne in der Gemeinde ist es wert, dass wir seine Sorgen und Freuden teilen. Wir wissen, dass die Art unseres Umgangs miteinander ein Zeugnis für oder gegen den Glauben ist. (1. Kor. 12,26; Joh. 13, 35)

2. Gottesdienst feiern

Gottesdienst ist erlebte Gemeinschaft und Mittelpunkt der Gemeinde zur Ehre Gottes. Die bunte Verschiedenheit der Menschen und Generationen findet ihre Einheit in der gemeinsamen Anbetung Gottes.

Gottesdienste sind eine Veranstaltung der Gemeinde. Darum ist die Gemeinde durch einzelne Dienste  (Musik, Begrüßung, Lesung, Gebet, Kollekte, Anspiel, Predigt u.a.) beteiligt. (Rö. 10,17)

Schriftlesung und Verkündigung bilden die Mitte des Gottesdienstes. Dieser soll in allen Teilen Freude an Gottes Wort ausstrahlen. (Neh. 8, 10 b)

Wir erleben dankbar, wie Gott uns beschenkt.

Auf dem Gottesdienst liegt ein besonderer Segen. Er ist eine Kraftquelle, um versöhnt und gestärkt in die Woche zu gehen. (Hebr. 10,25)

Neben dem Hauptgottesdienst werden für verschiedene Zielgruppen weitere Gottesdienste angeboten.

3. Kleingruppen fördern

Die Kleingruppen bilden die Zellstruktur unserer Gemeinde. Sie sollen Orte der Freude und der Geborgenheit und Zufluchtsstätten in persönlicher Not sein – besonders auch in Durststrecken des Glaubens. (Gal. 6,2)

Jeder Christ in unserer Gemeinde sollte in einer Kleingruppe sein geistliches Zuhause haben und seinen Platz finden. Hier ist der ideale Ort, wo Glaube wachsen und konkret werden kann. Hier wird der Alltag mit Bibel und Dienst verbunden. Jede Kleingruppe soll ganzheitlich ausgerichtet sein, d.h. Bibelwort, Gebet, Dienst, persönliche Zuwendung und Hilfe sind wesentliche Elemente eines Gruppentreffens.

So hilft einer dem andern, die persönliche Bindung an Jesus Christus zu vertiefen. (Röm. 12, 15-16a)

4. In Gemeinschaft dienen

Jeder Christ hat von Gott eine hohe Würde und Verantwortung bekommen.

Er wurde mit Gaben bzw. Fähigkeiten ausgestattet, die zur Ehre Gottes und zum Nutzen der Gemeinde eingesetzt werden sollen. (1. Kor. 12, 7-11)

Die Gemeindeleitung hilft dabei, diese geistlichen Gaben zu entdecken und zu erproben. Die Gemeinde lebt davon, dass jeder seinen Platz findet, seine Gaben einbringt, sowie auch Zeit und finanzielle Mittel einsetzt. (1. Petr. 4,10)

Aufgaben werden entsprechend der vorhandenen Gaben und Fähigkeiten übertragen und übernommen. Hierbei gilt die Regel, Gabenorientierung hat Vorrang vor Aufgabenorientierung.

5. Übergemeindliche Kontakte pflegen

Als Gemeinde in der evangelischen Landeskirche suchen wir Kontakte über unsere Gemeindegrenzen hinaus.

Wir sind mit anderen Menschen, Gruppen und Gemeinden im Glauben an Jesus Christus verbunden.

Wir sind in diesem Sinne dankbar für neue Impulse und für einen weiteren Horizont.

Diese Beziehungen werden sichtbar in gemeinsamen Aktionen und Initiativen mit der Allianz, dem Verbund biblisch-missionarischer Gemeinden, durch diakonische Projekte und nicht zuletzt durch die Arbeit innerhalb der Kleingruppen.

6. Missionsauftrag wahrnehmen

Durch Evangelisation vor Ort rufen wir Getaufte und Ungetaufte zum Glauben an Jesus und unterstützen Missionare und Projekte in der Weltmission durch Gebet und Opfer.

 

Werte

1. Die Bibel als Lebensorientierung

Wir setzen unser volles Vertrauen auf die Offenbarung Gottes, wie sie uns in der Bibel bezeugt ist, und erkennen die Bibel als die entscheidende Autorität für unseren Glauben, unseren Dienst in Evangelisation und Mission und unser Leben an. Deshalb wollen wir sie regelmäßig lesen und erwarten, dass Gott uns durch sein Wort persönlich anspricht.

2. Gebet als Zentrum

Das persönliche und gemeinsame Gebet spielt eine zentrale Rolle in unserem Leben.

3. Aufrichtigkeit

Wir üben Aufrichtigkeit gegenüber Gott, dem Nächsten und uns selbst.

4. Vergebung als Lebensstil

Wir wollen Vergebung und Gnade einen zentralen Stellenwert geben, indem wir sie dankbar selbst annehmen und auch dem anderen von Herzen Vergebung gewähren, wenn er an uns schuldig geworden ist.

5. Korrekturbereitschaft

Indem wir miteinander in Wahrheit und Liebe umgehen, möchten wir uns von anderen auch an unbequemen Stellen hinterfragen und korrigieren lassen. (Eph. 4, 15; Phil. 2,3)

Auch unsere Prioritäten im Umgang mit Zeit, Kraft und den uns anvertrauten Geldern wollen wir immer wieder kritisch prüfen. (Eph. 5, 10+17)

6. Freude

Gott wirkt ständig. ER ist dabei, Menschen zu sich zu  ziehen und zu verändern – auch ohne uns. Aber ER möchte uns gerne in Sein Handeln einbeziehen. Wir wollen im Blick behalten, welche Ehre es ist, von IHM gebraucht zu werden! Diese Freude soll Triebfeder unseres Handelns sein. Wir wollen uns immer wieder anstecken lassen von Gottes Liebe zu den nahen und fernen Menschen.

 

Lieber Leser,

am 06.10.2005 wurde dieses Leitbild einstimmig durch den Kirchenvorstand beschlossen. Wenn Sie unserem Leitbild zustimmen können, messen Sie sich und uns als Gemeinde daran. Sie sind herzlich eingeladen – auch zur Mitarbeit!

Unser Leitbild