Geschichten

Die Schwester von László Szilágyi berichtet aus Rumänien:

Silberhochzeit
Freude bei Familie Erdödi in Zalau aber auch bei uns in Langenhagen: Ehepaar Erdödi - sie haben 22 Kinder von der Straße bei sich aufgenommen - feierte ihre Silberhochzeit. Womit niemand gerechnet hatte: Genau an diesem Tag kam eine Spende aus Langenhagen bei ihnen an. Ein "Zufall" im besten Sinne des Wortes. Unausdrückbare Freude, gestotterte Dankesworte verließen ihre Lippen. Das Geld ist eine große Hilfe und kommt den Kindern zugute.

Mundharmonika
Einige Mitarbeiter der Diakonie besuchten eine der Omas um ihr die regelmäßige Hilfe zu überbringen. Sie konnte ihre Freude nicht verbergen, griff zur Mundharmonika und begleitete die Lieder, die unsere Mitarbeiter sangen.

Frau Rózsika
Frau Rózsika ist schwerhörig, es ist kein Wunder, denn sie ist schon über neunzig. Mit Menschen kann sie wegen des schlechten Hörens wenig kommunizieren und lebt deshalb einsam in ihrem ebenfalls alten und sehr renovierungsbedürftigen Haus. Sie hat keine Verwandte im Dorf, sie heiratete von weit hierher, sie hat auch keine Kinder. Seit dem Tod ihres Ehemannes lebt sie ihre Tage als einsamer Mensch. Manchmal fragt der eine oder andere Nachbar nach ihr, und fragt sie wie es ihr geht. Als J. K. sie regelmäßiger zu besuchen begann, und ihr gleichzeitig auch Essen mitbrachte, noch mehr, ihr auch beim Feuermachen half, da wusste Frau Rózsika mit der Sache nichts anzufangen. Dann fragte sie sie: „Hören Sie? – Wer hat sie geschickt?“ „Der Herr Jesus“, antwortete J.K. mit einem netten Lächeln. Frau Rózsika wusste nicht zu antworten, aber ihre Augen und das Lächeln in ihrem Gesicht verrieten, dass dann alles in Ordnung ist. J.K. wird bei jedem Besuch ein willkommener Gast sein.

“Ein großer Segen”
Ein Mitglied unserer Gemeinschaft sagte über unsern „Laden“, der großes Interesse genießt: „Dieser Laden ist ein großer Segen. Er ist der Laden für die armen Menschen. Sie können hier Sachen kaufen, die sie sonst nicht kaufen könnten. Hier sind die Preise nicht nur für die Armen bezahlbar, man kann sogar in Raten zahlen, wenn das Geld nicht gleich zusammen ist. Gott segne alle, die am Betreiben des Ladens Teil haben, seien es die, die alles sammeln oder die, die hier für uns das Einkaufen möglich machen.“

Frau Mita
Frau Mita empfängt mich immer mit großer Freude. Kein Wunder, sie kann wegen ihrer zahlreichen Krankheiten seit Jahren das Haus nicht verlassen. Wenige stehen vor ihrer Haustür, noch weniger mit guten Absichten. Deshalb lässt sie mich immer mit schwerem Herzen gehen. Im Treppenhaus ruft sie mir noch nach: „Gott segne Sie samt Ihrer ganzen Familie und gebe Ihnen Gesundheit, damit Sie noch lange Zeit zu mir kommen können und mir auch Geschenke bringen können …“

Die Schule in Szilágycseh
Die EC Gemeinschaft von Zalau hat seit einigen Jahren Kontakt zum Institut für Kinder mit Down-Syndrom aus dem Ort Szilágycseh. Der Kontakt entstand durch Familie Edödi, die für ihr Adoptivkind Zsuzsika, das unter dem Alkoholsyndrom leidet, eine geeignete Schule suchte. Zsuzsika konnte den Anforderungen der normalen Schule nicht mehr genügen. Die Schule für Kinder mit Down-Syndrom erwies sich als die einzige geeignete Schule im Umkreis. Das Problem dabei ist aber, dass Szilágycseh 32 km entfernt von Zalau liegt und dadurch Zsuzsika nur zwei mal in der Woche zur Schule gefahren werden kann. Der Kontakt  zwischen der Schule und unserer EC Gemeinschaft gestaltet sich mittlerweile so, dass wir Lehrer und Schüler zu manchen unserer Veranstaltungen einladen, wo sie dann Lieder und Gedichte vortragen. Sie werden von uns zu einer Mahlzeit eingeladen und wir schenken jedem Kind und jedem Erzieher ein Päckchen. So erfuhren wir auch, dass die Schule finanzielle Schwierigkeiten hat und kaum staatliche Unterstützung bekommt (vorsichtig ausgedrückt). Deshalb sammeln wir jedes Mal, wenn sie bei uns sind für die Schule. Auch am 2. Weihnachtstag des Jahres 2012 waren sie unsere Gäste und sie freuten sich sehr über unsere Geschenke. Etwa 80-100 Personen darunter viele Familien spendeten 1150 Leu. Sie sagten, es sei ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass es eine Gemeinschaft gibt, zu der sie gern kommen dürfen. Sie fühlen sich als wären sie unsere Familienmitglieder. Das ist auch deswegen wo wertvoll für sie weil sie sonst - wie sie erzählten -  Gleichgültigkeit, Missachtung und Gehässigkeit erfahren. Somit ist diese Gemeinschaft für sie eine kleine Oase. Jedes Mal wird der Besuch mit viel Aufregung vorbereitet.

Der Heizkosten-Fonds
Ein Gemeinschaftsmitglied erzählte, dass seine Familie ernsthafte Schwierigkeiten mit der Bezahlung der Heizkosten hat. Von ihrem Einkommen zahlen sie die Ausgaben für ihre drei Kinder: ein Student und zwei Schüler. Dieses Gespräch brachte mich auf den Gedanken, aus dem Verkauf der Transportgüter aus Langenhagen einen Heizkosten-Fond ins Leben zu rufen. Nach einer Beratung mit den EC-Gemeinschaftsmitgliedern wurde dieser Idee verwirklicht. Es wurden 2600 Leu verteilt. Drei Großfamilien erhielten jeweils 350 Leu, eine Witwe 200 Leu, 9 Kleinrentner jeweils 150 Leu.

Bibelstunde in Szilágyszentkirály
Im November hielten wir die Bibelstunde im kleinen Ort Szilágyszentkirály. Vor allem wurden die Unterstützten des „Granny-Projekts“ eingeladen. Die Bibelstunde ist immer ein geistliches Erlebnis und viel Freude für alle Anwesenden. Nach der Bibelstunde baten die Anwesenden und der Pfarrer darum, dass doch Mitglieder der EC-Gemeinschaft Zalau jeden Monat eine solche Bibelstunde halten mögen. Da diese Gemeinde sehr klein ist, mit vielen alten und Kleinrentnern, hat sie dementsprechend große finanzielle Probleme. Sie baten um Unterstützung der Sanierung des Pfarrhauses. Wir nahmen diese Bitte fröhlich an, denn Gott hat uns deswegen finanzielle Quellen gegeben, damit wir auch Anderen helfen können. Unserer Entscheidung entsprechen haben wir Ende Januar 2013, in der nächsten Bibelstunde für diesen Zweck 1000 Leu überreicht.

Weihnachtsfeier mit den Grannys
Jedes Jahr übernehmen 10-15 Jugendliche in der Adventszeit, also mitten in den Weihnachtsvorbereitungen die Aufgabe an einem Nachmittag die Mitglieder des „Granny-Projekts“ mit Liedern zu erfreuen. Wir ernten von Dankbarkeit feuchte Augen, gerührte lachende Gesichter, aufgeregte Vorbereitungen, selbstgebackene Kuchen, Säfte, Früchte und Worte die die Dankbarkeit gar nicht erfassen können. „Ich habe noch nie solch ein schönes Geschenk zu Weihnachten bekommen“, sagte eine Omi, während sie schluchzte. Diese Momente machen diesen Dienst für Omis und Jugendliche unvergesslich.

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