Als 1989 die letzte Kaiserin Österreichs im Alter von 97 Jahren starb, wurde sie in der Kaisergruft der Habsburger begraben. Die Kaiserin Zita hatte zwar einfach und zurückgezogen gelebt, wurde aber nun mit allem Prunk beerdigt. Der große Leichenzug hielt an der Grabstätte an. Der Zeremonienmeister klopfte an das Tor. Und der Wächter fragte von innen: “Wer begehrt Einlass?” Die Antwort des Zeremonienmeisters lautete:

Zita,
Kaiserin von Österreich,
Königin von Ungarn,
Königin von Böhmen, Dalmatien und Kroatien,
Großherzogin der Toskana,
Herzogin von Lothringen,
Großfürstin von Siebenbürgen,
Markgräfin von Mähren,
Fürstin von Trient und Brixen,
Prinzessin von Portugal, ....

Es waren mehr als 50 Titel.

Der Wächter drinnen: “Kenne ich nicht!” Wieder klopft der Zeremonienmeister an die Tür. Der Wächter fragt: “Wer begehrt Einlass?” Der Zeremonienmeister: “Zita, Ihre Majestät die Kaiserin und Königin!” Der Wächter wieder: “Kenne ich nicht!” Noch einmal klopft es: “Wer begehrt Einlass?” - “Zita, ein sterblicher und sündiger Mensch!” - “So komme sie herein!” Und dann öffneten sich die Tore zur Kaisergruft in Wien. Es war ein Anschauungsunterricht für die Lebenden, dass allein der Glaube, das Vertrauen auf die Gnade Jesu Heil und Rettung bringt und dass es nichts anderes gibt, worauf wir uns verlassen können.

Denn alle Menschen haben gesündigt
und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.

Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht.

Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus,
der uns von unserer Schuld befreit hat.

                                                       (Römerbrief, Kap. 3, 23-24)

In dieser Gewissheit grüßt Sie herzlich

Ihr Pastor Klaus Dörrie

Alle gleich!

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